Ökostrom Gütesiegel geben Auskunft über die Herkunft des Stroms

Im Bereich der Ökostrom Gütesiegel haben sich besonders drei Namen etabliert. Das Grüner Strom Label, das OK Power Label und die Zertifizierung durch den TÜV. Alle drei Gütesiegel haben es sich zur Aufgabe gemacht, umweltfreundlich erzeugten Strom auf den ersten Blick sichtbar zu machen und zugleich eine Auskunft über die Herkunft des Stroms zu geben. Zudem wird mit der Vergabe der Gütesiegel bestätigt, dass der Anbieter auch in den weiteren Ausbau regenerativer Energiequellen investiert. Nicht zertifizierter Ökostrom hingegen wird oft in alten Wasserkraftwerken erzeugt. Dieser Strom ist zwar ökologisch unbedenklich hergestellt worden, jedoch investieren die Erzeuger nicht in den Ausbau der Technologie. Dadurch bleibt der Anteil an fossilen oder atomaren Strom gleich.

Ökostrom Gütesiegel – was sich hinter RECS verbirgt

RECS steht für Renewable Energy Certificate System. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Energiekonzernen sowie weiteren Unternehmen und Organisatoren des Energiesektors. Die Initiatoren wollten durch das RECS ein Handelssystem schaffen, welches den physikalischen Strom vom Umwelteffekt trennt. Dadurch soll es möglich sein, Ökostrom zu verkaufen, für den sich kein Abnehmer findet. Somit ist ein Zertifikatshandel entstanden, welcher sicherstellt, dass auch nur so viel umweltfreundlicher Strom erzeugt wird, wie auch verkauft werden kann. Schließlich ist die derzeitige Nachfrage nach Ökostrom geringer als das Angebot.

Andere Länder, andere Gütesiegel

Nicht nur in Deutschland gibt es Ökostrom Gütesiegel als Nachweis der Herkunft des Stroms. So wird auch in der Schweiz und in Österreich Naturstrom zertifiziert. Hier ist zum Beispiel das Ökostrom Gütesiegel Naturemade ein Garant für ökologisch unbedenklich erzeugten Strom. Dieses Siegel wird vom WWF Schweiz, von pro Natura, dem Konsumentenforum und führenden Energieversorgern getragen. Der größte Anteil der regenerativen Energie in diesen Ländern stammt aus Wasserkraft. So besitzt die Schweiz zum Beispiel eines der größten Wasserkraftwerke der Welt. Über 500 Wasserkraftwerke produzieren hier jährlich rund 36 Terawattstunden Strom. Dadurch können rund 60 Prozent des Strombedarfs gedeckt werden. Eine ausgeprägte Topografie und zahlreiche Gewässer unterstützen die Stromproduktion durch Wasserkraft.