EPURON realisiert eine der größten Biogasanlagen Brandenburgs
- Erzeugte Energie würde ausreichen, um die gesamte Gemeinde Jüterbog mit Strom zu versorgen
- Conergy Gruppe treibt Geschäftsfeld Bioenergie weiter voran
Hamburg, der 30. Januar 2007: EPURON, ein Unternehmen der Conergy Gruppe, realisiert im brandenburgischen Jüterbog bei Berlin eine 1,79 Megawatt Biogasanlage, die mit dieser Leistung zu den größten Anlagen in Brandenburg zählt. Dabei übernimmt EPURON sowohl die betriebswirtschaftliche Planung und Grundstücksbesicherung als auch die Finanzierung der Anlage. Mit der Bauplanung und Installation ist das Schwesterunternehmen SunTechnics beauftragt, das sich auf die Realisierung von klassischen landwirtschaftlichen Biogasanlagen sowie schlüsselfertigen Großanlagen mit einer Leistung bis zu 3,5 Megawatt spezialisiert hat. „Im vergangenen Jahr haben wir mit ersten Projekten das Geschäftsfeld systematisch aufgebaut, um jetzt unsere Wachstumsziele in der Bioenergie mit Großprojekten verstärkt voranzutreiben“, so Nikolaus Krane, in der EPURON-Geschäftsführung für Bioenergie zuständig.
Die Anlage, die im April in Betrieb genommen wird, ist für eine Vergärung von rund 24.500 Tonnen Schweinegülle und 31.500 Tonnen Maissilage jährlich ausgelegt. Die Inputstoffe werden von einem angrenzenden Schweinemastbetrieb sowie der Agrargenossenschaft Jüterbog geliefert und sind durch Verträge langfristig gesichert. Die Agrargenossenschaft ist zugleich Abnehmer der bei der Stromproduktion anfallenden Gärsubstrate, die als organischer Dünger auf die heimischen Felder ausgebracht werden. Diese Masse ist im Vergleich zu herkömmlichem Dünger äußerst geruchsarm und entlastet die Umwelt. In drei Fermentern mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 7.500 Kubikmetern werden pro Jahr 6,5 Millionen Kubikmeter Biogas produziert, das in drei Blockheizkraftwerken zu rund 13,7 Millionen Kilowattstunden Strom umgewandelt wird. Der Strom wird über einen Zeitraum von mindestens 20 Jahren in das Netz der E.ON.edis eingespeist. Die jährlich produzierte Strommenge reicht aus, um rund 4.000 Haushalte – und somit mehr als die Einwohner Jüterbogs - mit Strom zu versorgen. Darüber hinaus nimmt e.distherm, ein Partnerunternehmen der E.ON.edis, auch einen Großteil der bei der Umwandlung entstandenen Wärme ab und speist sie in ihr Fernwärmenetz ein.
Angesichts der Endlichkeit fossiler Energieressourcen, steigender Energiekosten und der Abhängigkeit von Rohstoffimporten nehmen Großprojekte zur Einspeisung der elektrischen und thermischen Energie in öffentliche Netze an Bedeutung zu. Ostdeutschland bietet mit seinen landwirtschaftlichen Strukturen gute Voraussetzungen, um in großen Chargen Biomasse für die Gewinnung von Bioenergie zu erzeugen. Allein in Brandenburg sind aktuell rund 40 Biogasanlagen mit einer Leistung von 25 Megawatt in Betrieb. „Große Biogasanlagen wie hier in Jüterbog harmonieren mit den landwirtschaftlichen Strukturen im Osten Deutschlands. Durch große Ackerflächen und einem hohen Anteil Viehzucht ist die langfristige Versorgung der Anlagen mit Inputstoffen gesichert – und somit auch die Renditen für unsere Investoren“, so Nikolaus Krane.