Das Wort Ökostrom beherrscht derzeit den Energiemarkt. Mit dem Begriff ist Energie gemeint, welche auf ökologisch vertretbare Weise aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Zur Erzeugung kommen vorwiegend Wasserkraft, Windenergie und Photovoltaik zum Einsatz. Daneben wird jedoch auch Strom durch Biomasse, Biogas und Geothermie hergestellt. Es gibt jedoch auch Stromanbieter, die den Begriff Ökostrom etwas weiter fassen und Energie unter diesem Namen verkaufen, welche aus Kraft-Wärme-Kopplung stammt. Dabei argumentieren die Unternehmen, dass diese Technologie eine Übergangslösung sei und zudem den weiteren Ausbau regenerativer Energiequellen vorantreibt. Derzeit hat fast jeder Energieanbieter Ökostromtarife im Angebot. Davon kann der Verbraucher profitieren. Schließlich unterliegen auch diese Unternehmen einem Konkurrenzdruck und müssen dadurch mit attraktiven Tarifen um die Gunst der Kunden werben.

Ökostromtarife und die Preise

Neben kleineren Versorgern, welche sich direkt auf den Vertrieb von Ökostrom spezialisiert haben, bieten auch die konventionellen Stromversorger Ökostromtarife. Hierbei muss in der Regel ein Aufschlag auf den normalen Strompreis gezahlt werden. Damit wollen die Versorger den weiteren Ausbau der Technologien vorantreiben. Im Jahr 2005 wurde aus diesem Grund sogar die Ökostrombörse errichtet. Diese hat das Ziel der Förderung unterschiedlicher Kleinkraftwerke. In der Regel bestehen diese Kleinkraftwerke aus einem Zusammenschluss von kleinen Energie-Produzenten, Verteilern und Verbrauchern. Neben den Preisen sind jedoch auch die Vertragskonditionen für den Verbraucher entscheidend. Ebenso wie die herkömmlichen Anbieter bieten auch Ökostromanbieter Preisgarantien und attraktive Kündigungsfristen.

Der Ausbau der Windkraft

Im Bereich der umweltfreundlichen Energieerzeugung spielt die Windkraft eine besondere Rolle. Immer mehr Versorger bieten Ökostromtarife, bei denen vorwiegend Strom aus Windkraft angeboten wird. Aktuell wird der Bau von Offshore-Windparks stark vorangetrieben. Besonders gute Windverhältnisse findet man dabei zum Beispiel in England, Frankreich und an der Atlantikküste. In Deutschland eignet sich besonders der Norden für die Errichtung von Windparks. Speziell in Küstennähe wird dies auch genutzt und Offshor-Energie durch Windkraft erzeugt. Die Errichtung von Windkraftanlagen auf See hat den Vorteil, dass ein stetiger Luftstrom genutzt werden kann und es zudem zu keinen Beeinträchtigungen von Anwohnern kommt. Jedoch ist die Errichtung solcher Anlagen auch schwieriger, da aufwendige Fundamente konstruiert werden müssen und die installierten Windkrafträder den harten Witterungen der See ausgeliefert sind. Die Kosten für Offshore Windkraftanlagen steigen mit zunehmender Küstenentfernung und Wassertiefe.